Claus Peymann ist tot

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Claus Peymann zählt zu den bekanntesten Regisseuren des deutschsprachigen Theaters. Er prägte es durch seinen Stil möglichst textnaher Inszenierungen und rückte es durch skandalträchtige Aufführungen wie Thomas Bernhards "Heldenplatz" (1989) ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit. Peymann ist kürzlich nach langer Krankheit im Alter von 88 Jahren in Berlin gestorben. 

Peymann war ein langjähriger Wegbegleiter Peter Handkes und verantwortete die Uraufführungen zahlreicher seiner Stücke. Berühmt wurden beide zur gleichen Zeit: Peymann inszenierte die Uraufführung von Handkes "Publikumsbeschimpfung" am Frankfurter Theater am Turm im Juni 1966. Es folgten die Handke-Stücke "Kaspar" (1968), "Ein Mündel will Vormund sein" (1969), "Der Ritt über den Bodensee" (1971); später "Das Spiel vom Fragen" (1990), "Die Stunde da wir nichts voneinander wußten" (1992), "Zurüstungen für die Unsterblichkeit" (1997), "Die Fahrt im Einbaum" (1999), "Spuren der Verirrten" (2006), "Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße" (2016). 


Nachrufe, siehe zum Beispiel: Nachtkritik, Deutschlandfunk, Süddeutsche Zeitung, Feuilleton Frankfurt; Bericht über Peymann: Ö1.

Siehe: "Publikumsbeschimpfung": Buch im Suhrkamp Verlag; Youtube