Zitat der Woche 06/2

Achtung: dieser Eintrag ist nicht mehr aktuell!

Geist ist Lust (s. Gemeinsprache: »Ich habe keinen Geist dazu«)


Man kann lernen von jedem, der begeistert ist

 

Bei Parmenides kann man dessen Wort für »schauen«, »leussein«, übersetzen mit »leuchten«, »beleuchten« (»Beleuchte, wie, durch den Geist, das Abwesende zum Anwesenden wird«)

 

Die Form, die aus der Leere kommt, ist Geist (und hat Geist, und gibt Geist) 

 

Ein Zeichen des Geistes ist auch: das unauffällige wortlose BETEILIGTSEIN

 

Liebes Schweigen ist Geist, und gibt Geist

 

Auch über vieles, worüber man sprechen kann, davon muß man schweigen; der Geist des Schweigens und des Verschweigens: und da kam der Geist über sie, und sie schwiegen, mit Feuerherzen (Anderes Pfingsten)


 

1998_AF(Aus Peter Handke: Am Felsfenster morgens (und andere Ortszeiten 1982–1987). Salzburg/Wien: Residenz 1998, S. 98, 75, 116, 166, 246, 247, 245.)