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Das Theater Willy Praml in der Naxoshalle Frankfurt am Main widmet sich in einer neuen Inszenierung des Regisseurs Michael Weber Peter Handkes Sprechstück "Selbstbezichtigung".
"'Ich bin auf die Welt gekommen. Ich bin geworden. Ich bin gezeugt worden. Ich bin entstanden. Ich bin gewachsen. Ich bin geboren worden. Ich bin in das Geburtsregister eingetragen worden.' Handkes Text SELBSTBEZICHTIGUNG beginnt mit dem Selbst-Verständlichsten. Es ist aber auch das Sensationellste, dass der Mensch von sich als Selbst sprechen kann. Das kann eine KI nicht. Nichts ist Selbst, außer der Mensch. 'Gegen welche Lebensregeln habe ich mich vergangen? Gegen welche Bauernregeln habe ich mich vergangen? Gegen welche Liebesregeln habe ich mich vergangen? Gegen welche Regeln der Kunst habe ich mich vergangen?' Der Text ist auch eine Feier des menschlichen Makels, der Eingeständnisse, der widerständigen Vergehen gegen gelernte Regelwerke. Ein Kontrapunkt zu Selbstoptimierung und dem Glanzbild von sich, um das sich heute so bemüht wird." (Text des Theaters Willy Praml)
Link zur Website des Willy Praml Theaters
Regie, Textfassung, Bühne: Michael WeberKostüme: Paula KernLichtdesign: Simon MöllendorfRegieassistenz: Eleonora Gobena WolfMit: Jakob Gail, Muawia Harb, Birgit Heuser, Anna Staab, Elin Staab, Eleonora Gobena Wolf
Premiere: 28.08.2026 20:00 Uhr
Weitere Termine: 4. u. 5.9. (20 Uhr), 6.9. (18 Uhr), 129. (20 Uhr) u. 13.9. (18 Uhr), 24. 25., u. 26.9. (20 Uhr), 3.10. (18 Uhr), 9.10. (20 Uhr), 11.10. (18 Uhr)
Reservierungen über die Website des Produktionshauses NAXOS
Rezensionen:
Falentin, Andreas: Im unsichtbaren Käfig. Peter Handkes Selbstbezichtigung. In: DIE deutsche BÜHNE, 29.8.2026.
Hartmann, Andreas: 20 Tonnen Erde für die neue Handke-Inszenierung. In: Frankfurter Rundschau, 18.8.2026.