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Im Theater Ansbach (bei Nürnberg) feierte Peter Handkes "stummes" Theaterstück "Die Stunde da wir nichts voneinander wußten" (1992) Premiere.
Regie: Jan HoltappelsBühne: Sophia DebusKostüme: Sophia Debus, Vera GothMit: Elisabeth Göppner, Andrea Greul, Nicole Schneider, Sophie Weikert, Anna Woll, Lukas Aue, Lukas Dittmer, Frank Siebenschuhsowie dem Stadtensemble: Anett Ballenthin, Annalena Fischer, Belinda Gaisser, Jutta Mack, Brigitte Riemann, Johannes Barth, Moritz Linz, Alexander Schumann
Premiere: 20.5.23, Großes Haus
Mehr Informationen: Website des Theater Ansbach
Nächste Aufführungstermine: 2., 3., 9. 11. und 15.6. (mit Werkeinführung)
„Die Bühne ist ein freier Platz im hellen Licht. Es beginnt damit, dass einer schnell über ihn wegläuft.“
"Der Protagonist dieses Stückes ist ein Platz. Diesen überqueren unzählige Passanten. Sie begegnen sich, schließen sich zu Gruppen zusammen, handeln, helfen und stören einander und entschwinden wieder. Unter ihnen finden sich Straßenfeger, Wandergruppen, Schönheiten, Uniformierte, Geistliche, Cowboys, Rollschuhfahrer, Charles Chaplin, Peer Gynt, Papageno und zahlreiche andere Gestalten. Hier trifft Alltägliches auf Mythologisches. Halluzinationen werden Wirklichkeit.
Vor dreißig Jahren schrieb der umstrittene Literaturnobelpreisträger Peter Handke dieses Theaterstück aus rund 60 Seiten Regieanweisung für zahlreichen Spieler*innen. Ein stummes Stück, nur aus Bildern bestehend. Das Publikum erlebt ein Schau-spiel im wörtlichen Sinne ohne Wortsprache und beobachtet über 300 Figuren, die ihre Geschichten auf ganz besondere Art erzählen. Der Zuschauer wird Zeuge dieser poetischen, phantastischen, absurd-komischen, wie verstörende Geschehnisse, die Auslöser für ganz eigene Assoziationen und Fantasien sein können. Zu Beginn stellt Handke einen Spruch des Orakels von Dodona voran: „Was du gesehen hast, verrat es nicht; bleib in dem Bild“. Fast wie eine Regieanweisung an das Publikum."
Wirth, Thomas: Der Platz für ein Theaterwunder. In: Fränkische Landeszeitung, 22.5.2023