Hörspiel "Kaspar"

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Peter Handkes Theaterstück "Kaspar" wurde am 11. Mai 1968 an zwei Theaterhäusern gleichzeitig uraufgeführt – im Frankfurter Theater am Turm in der Regie von Claus Peymann und auf den Städtischen Bühnen Oberhausen in der Regie von Günther Büch. Noch im selben Jahr fertigte Handke für den ORF eine Hörspielfassung des Stücks an.

Das Stück beziehungsweise das Hörspiel zeige nicht die wirkliche Geschichte von Kaspar Hauser, so Handke, sondern "was möglich ist mit jemandem. Es zeigt, wie jemand durch Sprechen zum Sprechen gebracht werden kann. Das Stück könnte auch 'Sprechfolterung' heißen. Die Stimmen, die auf den Helden einsprechen, sollten, obwohl in ihrem Sinn immer ganz verständlich, die Sprechweisen von Stimmen sein, bei denen auch in der Wirklichkeit ein technisches Medium zwischengeschaltet ist: Telefonstimmen, Radio- und Fernsehansagerstimmen, die Stimmen der Zeitansage im Telefon, die automatischen Antworttonbänder (Zugauskunft, bitte warten), die Sprechweisen von Fußballkommentatoren. Alle diese Sprechweisen können auf den Text angewendet werden, freilich nur so, dass durch sie der Sinn oder Unsinn des Eingesagten verdeutlicht wird. Kaspar hat keine Ähnlichkeit mit einem Spaßmacher."

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