Innehalten als eine Art erlösenden Widersprechens; Widersprechen dem ewigen Gerede, auch dem eigenen, inneren
Gegen die Gedankenflucht: die Anschauung. Gegen das Gerede: das Stillsein
„Denken heißt für mich innehalten; Innehalten ist schon Denken; »er blieb stehen und sah« (»Der Bildverlust«); »er blieb stehen und sah im Gestrüpp, in dessen Schatten noch am heißen Spätnachmittag der Tau glitzerte, eine Herbstzeitlose«

(aus: Peter Handke: Am Felsfenster morgens (und andere Ortszeiten 1982–1987). Salzburg/Wien: Residenz 1998, S. 131, 443; Ders.: Gestern unterwegs. Aufzeichnungen November 1987 – Juli 1990. Salzburg/Wien: Jung und Jung 2005, S. 461.)